2010

RENNBERICHT
20.06.2010 International Aksaray MTB Race, Aksaray (TUR)

Um sein UCI Punktekonto etwas aufzustocken reiste Marco in die TÃŒrkei zu einem „Class 2“ Rennen. Am Ende des Abenteuer-Trips sprang fÃŒr ihn ein undankbarer 4. Platz raus. Hier sein Bericht:
TÃŒrkei â?? immer ein Erlebnis wert
Nach einem unglÌcklichen Schaltwerkabriss in der letzten Runde in Albstadt nahm ich die lange Reise nach Aksaray / TÌrkei auf mich. Nach verspÀteter Landung in Ankara stellte sich die erste Aufgabe in den Weg: Google Maps und die RealitÀt in der TÌrkei deuteten auf Abstimmungsbedarf hin. Letztendlich fÌhrte uns ein Taxifahrer zum Hotel, nachdem er wahrscheinlich sein halben Monatsverdienst von uns einforderte. Am Samstag ging es dann in unserem Renault Symbol nach Aksaray. Doch die Zeichen deuteten auf Orientierungslosigkeit.- Dort angekommen wusste keiner von einem MTB Rennen, selbst die Tourismusinformation war nach nur einer Ausschilderung wie vom Erdboden verschluckt. Doch auch hier fand sich ein deutsch sprechender Tankstellenbesitzer, der keine Telefonkosten scheute und auf ein 45 km entferntes Dorf verwies. Nach einer weiteren Autostunde trafen wir auf die ersten Mountainbiker. So schnell, wie wir mit HÀnden und FÌ�en das RennbÌro ausgemacht hatten, sa�en wir auch schon in der tÌrkischen Rennbesprechung mit Gebetsandacht am Ende. Dank der einheimischen Freundlichkeit lie�en die Begleiter fÌr die Streckenbesichtigung nicht lang auf sich warten. Bis auf die nicht zu befahrene EinfÌhrungsrunde war es ein technisch anspruchsvoller Kurs mit 3 steilen Anstiegen, einer Laufpassage durch eine Höhle sowie mehreren kantigen Abfahrten.
Gut erholt startete am Sonntag um 14 Uhr die Hatz in der Hitze. Passend zu den Temperaturen legte ich aus zweiter Reihe einen gewohnt heiÃ?en Sprint hin und reihte mich an Position Zwei ein. Schon nach der kurzen Startrunde wunderte ich mich, dass neben dem FÃŒhrenden nur noch der TÃŒrkische Meister und Olympiateilnehmer Bilal Akgul folgen konnte. Dieser legt an einem kochenden Anstieg die Tempolatte zu hoch. Nach der ersten Zieldurchfahrt wurde Marco SchÀtzing auf eine â??Extrarundeâ?? umgeleitet. Plötzlich wurde ihm die Position 6 zugesagt. Ã?berholen ohne Einzuholen war hier die Devise. Mit dem Mix aus Verwirrung und Wut im Bauch startete Marco zur Aufholjagd. Da das Starterfeld bestehend aus Elite, U23 und Frauen sich aufgrund von Ã?berrundungen schnell ÃŒberschlug, war eine genaue Positionsangabe unmöglich. Ohne Defekt oder Verletzung gingen letztendlich 12 UCI Punkte und ein 4. Rang auf das Firebikekonto.