13.09.2015 Deutsche Meisterschaft MTB XCM, Furtwangen

Günter´s Silberne bei den Deutschen Meisterschaften

Die Vorbereitung.
Wann beginnt man mit der Vorbereitung? Na klar direkt nach der letzten DM also im September 2014, nach dem Rennen in St. Ingbert mit der Frage an die Teamkollegen: „Wo ist den eigentlich die nächste DM?“ „In Furtwangen hab ich gehört!“ Kurzer Check im Netz, also Furtwangen im Schwarzwald, 13. September 2015, ca. 500km von der Heimat weg. Das ist das Saisonhighlight.- Also zunächst einmal Pläne schmieden, wie man nen 6ten Platz in nen Podiumsplatz umwandelt. Leichteres Rad, 1×11, Wattmessung, leichterer Günter, härter trainieren. Wird fast alles umgesetzt. Zwischendrin auch mal Papa und Ehemann, ein bisschen Arbeiten und…..
Dann wird’s langsam ernst. Anmelden, Startliste checken. Wer steht denn so drauf und mal zählen wo man landet – und: „Wird wieder nix mit dem Podium.“ Und dann steht da auch noch, Start um 7:00 Uhr. Mensch, die im Schwarzwald stehen aber früh auf. Ist es da überhaupt schon hell? Dienstags Anreise mit Wohnwagen und etwas Gepäck. Mittwoch und Donnertag Streckenabfahren mit dem halben Team, einheitlich im orangen Teamdress. Freitag Feed- und Techzonen der Strecke mit dem Auto anfahren und nachmittags ne Runde durch Freiburg schlappen. War also nicht langweilig, denn wir mussten schließlich auch noch Rennstrategien, Radtechnik und Ernährungspläne ausführlich bequatschen. Samstags wurden wir mit der restlichen Teamtruppe und meiner Frau vollzählig. Abends: gemeinsames Essen, noch mal ausführliche Lagebesprechung und ab in die Falle. Alles steht bereit, Wecker und Reservewecker sind auf 4:00 Uhr gestellt. Schlafen?! Hab ich auch schon besser. Aber ich hab was Schönes geträumt!

Das Rennen.
Hab keinen Wecker gebraucht. Frühstück geht irgendwie runter. Ich bin nervös, hat aber „bestimmt“ keiner gemerkt. Ist doch eigentlich ein ganz normales Rennen. Warmfahren im Dunkeln – hab ich auch noch nicht gemacht. Startaufstellung und noch mal umschauen wer am Start ist. 10,9,8…..3,2,1 und ab geht die wilde Hatz. 1. Berg – die Beine sind gut. 2. .Berg – kleine Schwäche, das Team ist bei mir. 3. und 4. Berg – alles wieder gut. Ich liege auf Platz 2 der alten Männer und es läuft super. Ich fasse mich kurz: Also viele Mal rauf und auch wieder runter, ein paar Mal rechts und links. An jeder Verpflegung Flaschen und Anfeuerungen, alles perfekt organisiert. Mein absolutes renntechnisches Highlight und im Kopf eingebrannt: Wie WIR- Luca, Mirko, Sascha und ich – hintereinander an der Spitze unserer Gruppe im orangen Dress eine Abfahrt runtergebrettert sind. 120km – 4Stunden 44Minuten und 4Sekunden.
Jaaaaaaaaaaaa, ich bin als ZWEITER ins Ziel gefahren – Vize Meister Masters2!!!!!!!!
Im Ziel wird’s bei mir um die Augen leicht feucht, hat aber „bestimmt“ keiner gemerkt. Meine Frau ist die Erste, die gratuliert mit nem Schmatzer ins dreckige Gesicht. Unserem Mathias kann man auch gratulieren – Deutscher Meister Masters1 – Top. 2 ½ Stunden später gibt’s sauber und ordentlich angezogen endlich die große Belohnung:

Siegerehrung, Geschenke, Fassbier und DIE „Deutsche Nationalhymne“, absolutes Gänsehautfeeling!! Das tut soooo gut.

Und dann kommt irgendwann die Frage: „Wo ist denn eigentlich die nächste DM?“ „In Saalhausen hab ich gehört!“ Schon auf der Rückfahrt nach Hause werden Pläne geschmiedet. Bei 500km hat man ja Zeit, ich bin so aufgekratzt, dass ich mit noch nem Kaffeestop zum Nordpol fahren könnte. Also bis zum 4.6.2016 Saalhausen NRW. Ich darf noch einmal, danach bin ich für den BDR (Bund Deutscher Radfahrer) zu alt.

Siegerehrung_Günter Günter TEAMWORK Günter+Sascha