15.-18.06.2017 BESKIDY MTB Trophy, (Polen, Tschechien, Slowakei)

GESAMTSIEG für MATHIAS

Insgesamt 284KM mit 10800HM auf härtesten Singletrails an vier Tagen standen auf dem Programm des Etappenrennens. Start- und Zielort war immer in oder um den 11000 Einwohnerort Istebna in Polen direkt am Dreiländereck Polen/Tschechien/Slowakei. Dieser liegt 500M ü. NN und man fährt bis auf eine Höhe von 1200M ü NN. Das Rennen hat UCI XCS2 Status.

1. Etappe, 60KM/2400HM
Bei bestem Wetter wurden die zahlreichen anspruchsvollen Trails zum Vergnügen. Es bildete sich schnell eine deutsch-tschechisch-französische Spitzengruppe. Bergauf im Steilen konnte ich mich absetzen und auf den am Vortag erkundeten letzten Kilometern meine Vorsprung auf  2:30 MIN auf den Franzosen Pele ausbauen. Ich gewann mit einer Zeit von 3:04 Stunden. Dritter wurde der Tscheche Damek.

2.Etappe, 80KM/2700HM

Von oben gab es kaum Niederschlag, z.T. waren die Trails trocken, dann aber auch nass, was in den kilometerlangen verblockten Singletrails über Steine und Wurzeln zur echten Fahrtechnikprobe wurde.
In einem Downhill ist mir die Kette abgesprungen und ich musste anschließend das Loch zur Vier-Mann Spitzengruppe schließen. Das hat mich zum Glück nur 10 min gekostet bei Gegenwind. Konnte mich dann am finalen Anstieg etwas absetzen, aber Damek kam wieder ran. Mit ihm fuhr ich in die finale Abfahrt und nach einer Beinahekollision mit einem Auto gewann dieser den Sprint nach 4:02 Stunden. Ich konnte den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen.

3.Etappe, 45KM/1600HM

Aufgrund von Regen und niedrigen Temperaturen wurde die Etappe verkürzt, da Teilabschnitte nicht fahrbar waren. Trotzdem fror ich stark, konnte die letzten 1,5h nur noch mit dem Handballen schalten, da ich meine Finger nicht mehr bewegen konnte. Die Abfahrten waren klatschnass und so noch anspruchsvoller.
Vom Start weg im Steilen fuhr ich sofort eine Attacke und nur noch Marcin, der Pole, kam mit.  In der Gesamtwertung hatte er ordentlich Rückstand. Damek schloss dann auf den letzten KM doch noch auf und ging als erstes mit vollem Risikoin den letzten Downhill.
Also konnten wir gemeinsam finishen nach 4:03 Stunden, ich baute meinen Vorsprung in der Gesamtwertung aus.

4.Etappe, 3150HM auf nur 75KM !!!

Ich attackierte am ersten Berg. Der Tscheche Damek (Sieger 2. Etappe) zog mit. Einige Steigungen im ersten Gang später, in denen Marcin das Tempo hochhielt, wollte ich Druck in der Abfahrt aufbauen, was mir mit einem Platten am Vorderrad quittiert wurde. CO2-Kartusche eingesetzt, Loch nicht direkt gefunden, Maxalami gestopft, nachgepumpt und mit 0,5 bar ichtung Techzone in der immernoch harten Abfahrt gehoppelt. Dabei Marcin überholt, der wiederum auch mit Platten dastand, also war ich wieder Erster.
Nach schier endlosen 10 Minuten extra-low-pressure im Downhill endlich zur Techzone, wo ich ein neues Laufrad verbaute.

Die Beine liefen gut und ich gewann im Sonnenschein nach 4:28 Stunden das Finale und somit auch die Gesamtwertung.