19.05.2019 Schinderhannes MTB Marathon Emmelshausen

SIEG für MATHIAS

104 KM mit 2500HM bei nassen Bedingungen standen auf dem Programm. Was schon im Trockenen aufgrund des hohen Trailanteils ein gutes Stück Arbeit ist, wird im Schlamm noch anspruchsvoller. Die Tatsache, dass es mein erster Marathon 2019 war, auch.
Vom Start an führte ich das Feld durch die Einführungsrunde und in den ersten Trail. Der zeigte mir die Grenzen des Mythos auf, den ich aufgrund falscher Annahme dem Stingo (DER Spezialist für Schlamm) vorgezogen hatte. Nach etwas Eingewöhnugszeit hatte ich mich auf die Bedingungen eingestellt und konnte jedes Mal einen Vorsprung in der Abfahrt herausfahren. Das Loch mussten die anderen drei Mann der Führungsgruppe jedes Mal schließen. Nach ca 90 Minuten hielt ich das Tempo nach der Abfahrt hoch und setzte mich ab. Kontrolliert arbeitete ich mich durch das Gelände, rechnete ich doch mit mindestens 4,5h Fahrzeit. Das war wohl zu defensiv, da der Zweitplatzierte David Büschler 10KM vor dem Ziel auf mich aufschloss. Ein Gel und einen fiesen Wiesenanstieg später konnte ich mich zwar wieder von ihm lösen, die letzten KM ins Ziel taten dafür aber besonders weh.
Ich siegte in 4:38h vor David Büschler und Patrick de Laat. (Mathias)

Weil ich im Gegensatz zur Konkurrenz am Start etwas weiter hinten stand, musste ich vom Start weg viel Kraft investieren um auf der engen Einführungsrunde nach ganz vorne zu fahren. Als ich dies endlich geschafft hatte, fuhr mir jemand in den Lenker und ich konnte mit Glück einen Sturz verhindern. Allerdings musste ich nun wieder eine Lücke zufahren, um nicht direkt den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

Teamkollege Rick signalisierte mir früh, dass er keinen Sahnetag habe.  Somit ließ ich Rick alleine und zog das Tempo an.

Ich wusste zwar, dass es am Vortag geregnet hatte, aber mit so viel tiefem Schlamm hatte ich nicht gerechnet. Wie viele Andere auch, hatte ich ordentlich Probleme mit den Bedingungen. Rick kam damit anscheinend besser klar, denn er konnte bergab und in den flachen Passagen wieder aufschließen.

In der zweiten Rennhälfte wurden die Anstiege länger und häufiger, was mir entgegen kam. So konnte ich mich mit einem anderen Fahrer von der Gruppe absetzen. Zu zweit hielten wir das Tempo hoch. Wir wussten beide, dass wir in der gleichen Altersklasse sind. Als ich kurz vor dem Ziel eine kleine Lücke rausfahren konnte, wollte ich eigentlich entspannt ins Ziel rollen. Doch dann ergab sich auf der „Wiese der 1000 Flüche“ die Möglichkeit noch einen weiteren Platz nach vorne zu kommen und ich nutzte die Chance in der vorletzten Kurve. Dies bedeutete den 3. Platz gesamt und den Sieg in der Altersklasse! Rick fuhr mit Platz 9 gesamt (4. AK) auch noch in die Top10! (Mario)